20.09.2022

„Jetzt haben wir deutlich länger gemacht als geplant, aber es hat sich doch gelohnt“

sagte Kreis-Schiedsrichterobmann (KSO) Kai Heuman um 21:47 als er die erste Jahresarbeitstagung der Celler Schiedsrichter nach zwei Jahren Corona-Pause beendete. Dass die Versammlung länger ging als

geplant, lag in erster Linie an den vielen Ehrungen und den detaillierten Ausführungen zum Stand der Unparteiischen.
Trotz der von Heuman angekündigten „trockenen Struktur“ des Abends gab es einige emotionale Highlights, insbesondere bei den Ehrungen für langjährige Schiedsrichter. Die längste zu ehrende Zeit im Kreise der Unparteiischen wurde Karl-Heinz Severich zu Teil, der für 65 Jahre geehrt wurde.
 

Stehende Ovationen gab es auch, als der nach 13 Jahren im Amt ausgeschiedene KSO Michael Frede von allen Anwesenden einstimmig zum Ehrenmitglied der Vereinigung gewählt wurde.   „Absolut zurecht“ befanden auch der Vorsitzende des Schiedsrichterausschusses des Niedersächsischen Fußballverbandes, Bernd Domurat und Lüneburgs Bezirks-Lehrwart Martin Zornow, die beide der Einladung von Heuman gefolgt waren.


Domurat als Chef der NFV-Schiedsrichter lobte die Arbeit aller Kreise während der schwierigen letzten Jahre und sprach auch den Anwesenden Ihren Respekt aus dieses Hobby mit so viel Leidenschaft auszuüben, trotz der weiterhin negativen Schlagzeilen. Außerdem wartete der Bundesliga-Beobachter noch mit Infos aus dem Profibereich auf, so zum Beispiel soll ab der Rückrunde auch in der 3. Liga ein 4. Offizieller eingesetzt werden.
Die traditionelle Wahl zum Schiedsrichter des Jahres gewann Gerfried Schaper (70, SV Garßen). „Ich pfeife jedes Spiel, das mir vor die Füße fällt - und das gerne“ lautete sein kurzes, aber prägnantes Statement bei seiner Vorstellung. 62 geleitete Spiele in der letzten Saison unterstreichen das, gleichzeitig die Rekordsumme im Kreis Celle.
Ganz so viele Spiele waren es für Erik Brockelmann zwar nicht, dennoch wurde der 18-jährige vom TuS Eversen-Sülze als Jung-Schiedsrichter des Jahres geehrt. Heuman honorierte seine bislang gezeigten Leistungen, die „folgerichtig“ im Aufstieg in die Bezirksliga endeten. Eine kleine Bitte hatte er außerdem für seinen Youngster: „Wir brauchen wieder einen Schiedsrichter im Verband.“
Ob es soweit kommt werden die nächsten Jahre zeigen, doch bis dahin steht noch ein Rollenwechsel für die Schiris an: gegen den VfL Westercelle III, der nach nur zwölf gelben Karten in 24 Spielen zur fairsten Mannschaft gewählt wurde, werden die „Männer in schwarz“ ein Spiel auf Kleinfeld bestreiten. „Der Fokus dürfte aber auf Halbzeit drei liegen“, war von den Aktiven zu hören.
Dann soll die Stimmung ähnlich gut sein, wie am Freitagabend, als die Beteiligten noch lange nach der Sitzung zusammen saßen und über alte Zeiten sprachen. „Hat sich doch gelohnt“, dürfte Heuman auch dann gesagt haben.

      
Jung-Schiedsrichter des Jahres Erik Brockelmann (vorne) Schiedsrichter des Jahres Gerfried Schaper (mitte)
   
 
 
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Seite zuletzt aktualisiert am: 20.09.2022